Grußwort des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Bau und Verkehr


Sehr geehrte Damen und Herren,

der ständig anwachsende Verkehr auf unseren Straßen ist eines der zentralen Themen unserer Verkehrspolitik. Experten rechnen mit einer weiteren deutlichen Zunahme des Güterverkehrs. Bis zum Jahr 2030 soll die Transportleistung in Bayern um rund 40 Prozent anwachsen. Nach wie vor soll dabei die Straße der dominierende Verkehrszweig bleiben.

Um den zukünftigen Verkehr zu bewältigen, setzt die Staatsregierung deshalb weiterhin auf die Verlagerung der Transporte auf umweltfreundlichere Verkehrsträger, insbesondere auf die Schiene. Hier ist auch das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Dazu muss die Leistungsfähigkeit der Schiene wirkungsvoll verbessert werden. Aktuell stellen wir dafür jährlich über zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Für eine weitergehende Verlagerung ist ein landesweites Netz an Güterverkehrszentren entscheidend. Bayern verfügt derzeit im deutschlandweiten Vergleich mit circa 20 Standorten über eines der leistungsfähigsten Netze im Bereich der Umschlagbahnhöfe und Güterverkehrszentren (GVZ). Um es noch dichter zu knüpfen, unterstützen wir deshalb Gemeinden bzw. Gemeindeverbände regelmäßig bei vorbereitenden Maßnahmen zur Errichtung von Umschlaganlagen bzw. GVZ, damit sie im Anschluss eine entsprechende Bundesförderung beantragen können.

Zudem fördern wir auch Einzelmaßnahmen im Güterverkehr, innovative Logistikprojekte und neue Verkehrstechnologien, wie Maßnahmen zur Gleisanschlussoptimierung und Einzelwagenbündelung. Nach dem Projekt NIKRASA, bei dem mit einer einfachen Umschlagplatte nicht kranbare Sattelauflieger kranbar gemacht werden, unterstützen wir aktuell das Projekt FUTURE TRAILER. Sattelauflieger werden damit für den leichteren Umschlag zwischen Straße und Schiene optimiert. Gerade bei Sattelaufliegern gibt es ein großes Verlagerungspotential. Diese beiden Projekte schaffen nun die Grundlage, dass wir hier einen großen Schritt weiterkommen.

Aufgrund der Problematik des grenzüberschreitenden Schwerlastverkehrs über die Alpen engagiert sich die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr zudem als Lead Partner im europäischen Förderprojekt Alpine Innovation for Combined Transport (AlpInnoCT) für die weitergehende Verkehrsverlagerung in diesem sensiblen Gebiet. Dieses Projekt steht im Mittelpunkt des 10. Symposiums Logistik Innovativ. Ziel der 15 Projektpartner aus dem gesamten Alpenraum ist, den Kombinierten Verkehr weiter zu verbessern. Die LKZ Prien GmbH hat dazu ein innovatives Veranstaltungskonzept erarbeitet und einen großen Kreis von internationalen Experten eingeladen.

Ich wünsche der LKZ Prien GmbH zum 20-jährigen Bestehen alles Gute und freue mich auf weitere gemeinsame Projekte.

 
Joachim Herrmann
Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr
Mitglied des Bayerischen Landtag